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Die Corona-Warn-App ist da!

Die Bundesregierung wirbt derzeit auf allen Medien für die Installation der, in ihrem Auftrag programmierten, Corona-Warn-App.
Das dahinter stehende System ist ganz einfach.
Nutzer:innen der App erhalten eine Benachrichtigung, sofern sie Kontakt zu mit COVID-19 infizierten Nutzer:innen hatten, die freiwillig und pseudonymisiert, die Warnung durch eine vom Gesundheitsamt übermittelte TAN aktiviert haben.

„Als technik-affine zukunfts optimistische Partei sind wir natürlich offen für technische Lösungen, die den Menschen nutzen“

erklärt hierzu der stellvertretende Landesvorsitzende Bodo Noeske

Es sei erfreulich, dass die Bundesregierung mit einer dezentralen Lösung die Daten erst einmal nur auf dem Smartphone verarbeite, die Belange des Datenschutz berücksichtige und bisher keinen Zweifel an der Freiwilligkeit der Nutzung aufkommen lasse.
Auch der persönliche Umgang mit einer Warnmeldung, liege vollständig in der Hand der Betroffenen und müsse auch dort verbleiben.
Diese sei für die Piraten RLP unabdingbare Voraussetzung für die App- Nutzung.

„Die informationelle Selbstbestimmung verlangt die Hoheit der Nutzer:innen über ihre Daten, insbesondere da Gesundheitsfragen betroffen sind“

so Noeske.

Wichtig wäre nun noch die Schaffung eines gesetzlichen Rahmens, damit eine missbräuchliche Verwendung der App, sei es durch Zweckentfremdung oder einer verpflichtenden Nutzung zur Wahrnehmung von privaten Diensten (Arbeitgeber; Restaurants), ausgeschlossen werde.
Auch die Bereitstellung der App außerhalb des Google Play Stores und die Bereitstellung der Schnittstellen für ältere Betriebssysteme wäre noch wünschenswert. Nur so könne die Nutzung und die Akzeptanz in der Bevölkerung langfristig sichergestellt werden. Nachteilhaft sei ebenso, dass die Kontaktverfolgung über Bluetooth systemseitig nur bei aktivierter Standortortung möglich sei.

Die App alleine wird die Corona-Pandemie nicht beenden.
Dazu seien andere Maßnahmen nötig, wie das vielfach propagierte und leider wieder in Vergessenheit geratene Abstandsgebot, eine konsequente Nutzung des Mund-Nasen-Schutzes insbesondere in geschlossenen Räumen und eine auch freiwillige Kontaktbeschränkung.
Die App könne jedoch helfen, die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung zu entlasten und damit zur Unterbrechung von Infektionsketten beitragen.

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